Wie der Teufelstisch entstand und seinen Namen bekam
Der Teufelstisch in Hinterweidenthal ist eine beeindruckende Felsformation im Pfälzerwald, die an einen riesigen Tisch erinnert. Der markante Pilzfelsen aus Buntsandstein ist etwa 14 Meter hoch und zählt zu den bekanntesten Naturdenkmälern der Region.
Über Millionen von Jahren trug die Erosion weichere Gesteinsschichten ab. Härtere Schichten blieben bestehen und formten die heutige Tischform. Eine Sage erzählt jedoch, dass der Teufel ihn selbst erschaffen hat und die geht so:
Einst geriet der Teufel als Ritter und Sänger verkleidet unten an den Schlossberg bei Dahn. Es hatte sich gerade eine glänzende Gesellschaft von Rittern und Edelfrauen zur Mittagsruhe dort niedergelassen. Der fahrende Leiermann fragt, ob er genehm sei, und noch ehe er Antwort erhielt, sang und spielte er, dass ringsum der Wald ertönte und die Frauen begeistert seinem Liede lauschten. Dann hieß es: „Zum Mahle! Der Leiermann zeige uns weiter, was er kann!“
Das war dem Teufel, der auf eine Einladung gerechnet hatte, denn doch zu viel, und in seinem Grimme drohte er, die Männer alle an seinem Spieße zu braten. Und als die Ritter höhnisch darüber achten, streckte er einen um den anderen ins Gras. Ihre Seelen band er an den Sattelknopf seines Pferdes; die Herzen aber briet er am Feuer. Mit Riesenmacht wühlte er darauf zwei Felsen aus dem Berge und trug sie auf die Höhe, legte eine steinerne Platte quer darüber und lud nun die Damen zum Schmause ein.
Pfälzische Sagen von F.W. Hebel, B. Lincks-Crusius Verlag, Kaiserslautern, 1958
So entstand der Teufelstisch, der heute noch mächtig über Hinterweidenthal thront.